What a pop star…

Posted by Stefan at 4:18 pm
Categories: America, Economics and Business

Ok, ok, I have to admit. He’s kind of cool… ;)

optical communication



For the records (Update)

Posted by Stefan at 8:39 pm
Categories: Economics and Business

Update: Amazing! Another 10% only a bit more than one month later… ;)



Koennen Skandinavier doch nicht rechnen?

Posted by Viktor at 12:08 pm
Categories: Angry Talk, Deutschland, Economics and Business

Allmaehlich sollte ich ja mal was ueber Taipei und Taiwan schreiben, diese Farce um die Nokia-Werksschliessung in Bochum aber laesst mir einfach keine Ruhe.

So verstehe ich die Sachlage: Das Werk in Bochum ist nicht besonders profitabel, deshalb macht Nokia den Laden dicht. Sicherlich ein schwerer Schlag fuer die Arbeiter dort, aber eigentlich sollte es ja niemanden wundern, wenn Handys zusammenschrauben in Rumaenien und Ungarn billiger ist als im Ruhrgebiet.

Was steckt also dahinter, wenn Capital “interne Papiere” enthuellt, die hohe Gewinnmargen und heile Welt in Bochum ausweisen? Sicherlich eine gute Story, und jeder Redakteur haette sie veroeffentlicht. Aber warum findet sie so grosse Resonanz in den deutschen Medien?

Eigentlich gibt es nur zwei plausible Erklaerungen fuer diese “Enthuellungen”:

1. Nokia hat sich geirrt, und das Bochumer Werk ist eigentlich eine Wahnsinns-Gelddruckerei. Die ollen Skandinavier haben einfach ihre eigenen Zahlen nicht verstanden, und erst ein heldenhafter Schreiber von Capital weist ihnen den richtigen Weg. Naechste Woche tritt dann der Nokia-Vorstand schamhaft zurueck und verzichtet auf ihre Heuschreckengehaelter in Billiardenhoehe, um damit eine Lohnerhoehung von 80% (Verdi’s 8%-Forderung war gestern!) fuer die Helden der Arbeit in Bochum zu finanzieren. Guter Lohn fuer gute Arbeit!

2. Das Werk ist zwar irre profitabel, aber die Nokia-Bosse haben sich gegen deutsche Arbeiter verschworen und hielten die Zahlen daher geheim. Jetzt hat ein tapferer Investigativ-Journalist von Capital die Schweinerei aufgedeckt. Naechste Woche wird Capital dann herausfinden, dass Nokia mit fiesen angelsaesischen Hedgefonds und der CIA unter einer Decke steckt. In hoechster Not bilden daraufhin Verdi und die Linkspartei eine deutsche Notstandsregierung, verstaatlichen alles skandinavische Konzerneigentum und schreiben in die Praeambel des Grundgesetzes, dass Bochumer Arbeiter das Recht haben, fuer immer und ewig europaeische Handys zusammenzuschrauben. Amen.

Falls jemandem eine plausiblere Erklaerung hat, weshalb Nokia ein ach-so-hochprofitables Werk schliesst, waere ich ueberrascht. Natuerlich tut Nokia das auch gar nicht, und jeder gewissenhafter Redakteur konnte das sicherlich auch ohne Pressemitteilung des Konzerns vermuten.



Mal wieder was zum Klassiker

Posted by Stefan at 10:13 pm
Categories: Deutschland, Economics and Business

Neulich im Spiegel: Mal wieder ein sehr guter Artikel zum Alltime-Klassiker “Globalisierung”.

http://www.spiegel.de/…

Deutschland in der Sozial-Falle

Von Wolfgang Kaden

Mindestlohn-Streit, Nokia-Eklat, Protest gegen hohe Managergehälter: Die Deutschen handeln, als sei die Globalisierung nur ein böser Traum. Volk und Politiker sind vereint im Umverteilungsrausch – das bittere Ende ist gewiss.

[...]

“Gerechter Lohn für gute Arbeit”, fordern Gewerkschaften und regierende Sozialdemokraten, in wieder wunderbarer Geschlossenheit. Hört sich gut an, gibt im Wahlkampf auch immer Beifall. Nur: Was ist gerecht? Ist es gerecht, wenn ein Chinese einen Euro in der Stunde verdient, ein Osteuropäer drei Euro, ein Deutscher 18 Euro? In einer Wettbewerbswirtschaft richtet sich die Lohnfindung seit jeher nicht an schwammigen Gerechtigkeitsvorstellungen aus. Sondern an dem, was Arbeit leistet, an der Produktivität eben.

Horst Siebert, der Kieler Ökonom, hat das mal ganz schlicht formuliert: “Ein Unternehmen wird dann einen zusätzlichen Arbeitnehmer einstellen, wenn er mehr für das Unternehmen einbringt, als er kostet.” Jeder Versuch, diese Logik der sogenannten Grenzproduktivität auszuhebeln, wird wieder mehr Arbeitslosigkeit produzieren.

Wo aber sind die Autoritäten, die solche Wahrheiten vermitteln? Nirgendwo steht einer auf, der es wagte, die Deutschen aus ihren gefährlichen Träumereien zu reißen, von unserem bemühten Bundespräsidenten Horst Köhler vielleicht abgesehen.

[...]



My personal hero was in the news again

Posted by Stefan at 9:16 pm
Categories: Economics and Business, Role Models

;)

Check out the Video: http://wstreaming.zdf.de/…



Nostalgie, schwarz-rot-gold

Posted by Viktor at 11:33 am
Categories: Deutschland, Economics and Business, Thoughts and Musings

Schreibt Oliver Marc Hartwich, Mitglied der “Achse des Guten” und Oekonom des Think Tanks “Policy Exchange”:

Was in Deutschland wie ein Wiedererwachen des Sozialismus erscheint, das ist in Wirklichkeit nur die Sehnsucht nach einem verlorenen Paradies. Ein Ort, wo man nach zwanzig Semestern gebührenfreien Studiums mit großer Sicherheit erwarten konnte, irgendwo im Staatsdienst mindestens auf einer A13-Stelle unterzukommen. Wo man es sich leisten konnte, im Falle der Arbeitslosigkeit Stellenangebote auszuschlagen, wenn ihre Annahme einen Umzug erfordert hätte. Wo man hoffen konnte, sein ganzes Leben bei einem einzigen Arbeitgeber bis zur Rente oder vielleicht auch nur bis zur Frühpensionierung mit Anfang 50 zu bleiben.

Es war zweifellos ein angenehmes, beinahe risikoloses Leben, das man sich unter dem Mantel des korporatistischen Sozialstaats in der alten Bundesrepublik einrichten konnte. Leider vergaßen viele Deutsche, dass man Wohlstand erst einmal erarbeiten muss, bevor man ihn genießen oder verteilen kann.

Eigentlich habe ich dem ja gar nichts hinzuzufuegen. Aber je naeher meine “graduation” rueckt, desto mehr denke ich mir: schade eigentlich, dass es damit vorbei ist. Dass ich mir aengstlich mit 23 Jahren die Frage stellen muss, ob ich mir eigentlich noch mehr als ein weiteres Studienjahr erlauben darf, um meine Karriereaussichten nicht zu ruinieren — das haette es in den goldenen Jahren unserer miefigen Republik nicht gegeben.

“Willkommen in der Realitaet!” rufe ich mir da selbst gerne zu. Und gut ist’s. Denn wenn ich die Moeglichkeit haette, stattdessen eine linke Pose aufzusetzen und meine Enkelkinder die Rechnung zahlen lassen — wahrscheinlich wuerd ich’s machen. Also ist es wohl besser, dass unsere Wohlstands-Illusion geplatzt ist. Trotzdem schade.