Jun30 |
Jaja, die Tschechen… |
Da ahnt man nichts böses, wenn man Donnerstags, spät abends von der Haupt WG nach Hause geht. Und plötzlich hält neben einem so ein ein gewöhnlicher Mercedes Transporter mit tschechischem Kennzeichen an, der bis unters Dach voll mit osteuropäisch aussehenden Männern Mitte vierzig ist (Der Kleidung nach zu Urteilen: tschechische Bauarbeiter).

Der Gute Mann auf dem Beifahrersitz kurbelt also mühevoll das Fenster runter und folgende “Konversation” mit mir zu starten:
Mann (mit osteuropäischen Dialekt sprechend): “Hey, Hallo, Friend!”
Stefan (sichtlich irritiert mitten in der Nacht aus einem Lieferwagen voll mit Tschechen angesprochen zu werden): “Ähm, Ja?”
Mann: “My friend, wo ist denn hier Puff? Du weißt, PUFF?” (macht dazu merkwürdige Handbewegung)
Stefan (denkt sich: ‘Oh mann, in der Karre stinkt es vielleicht’): “Ja ähm, da vorne und dann links.”
Mann (Deutliches Gegröhle von der Rückbank zu hören): “Danke, friend”
Wer sich jetzt fragt: ‘Moment mal, woher wusste der das so aus dem Stegreif?” den muss ich leider enttäuschen: Als aufgeklärter Weltbürger läuft man ja in einer neuen Stadt ständig mit offenen Augen umher. Und das Rotlichtviertel liegt nunmal (daran kann ich leider auch nix ändern) in einer Seitenstraße, an der ich jeden Tag auf dem Weg zu meinem “1,50 € Lieblings-Döner” und meiner Haupt-WG vorbei laufe…









