Noch eine Telegraph-ZEIT-Story

Posted by Viktor at 10:38 pm
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Es gibt Menschen, die sich selbstlos fuer andere einsetzen. Die Klima-Aktivisten, fuer die (wie fuer Al Gore) es ein “moralisches” Gebot ist, den Klima-”Konsens” nicht in Frage zu stellen (keine kritischen Fragen bitte, wir muessen die Welt retten), oder die bequemerweise “Climate Deniers” rhetorisch in die Naehe der “Holocaust Deniers” ruecken — genau die meine ich nicht. Auch nicht jene, die fuer gutes Gehalt in Aethiopien steuerfreie Millionen fuer “Save the Children” oder sonst irgendeine NGO ausgeben. Diese Menschen duerfen dich ueber eine Menge Sozialprestige freuen, und damit ist ihr Verhalten eben nicht mehr besonders “selbstlos”.
Auch mich selbst meine ich nicht, der ich gerne mal Strassenkindern in Kairo Geld in die Hand drueckte, weil die sich danach so schoen freuten und meine linksradikale Mitreisende mich einfach besser fand.

Aber wen ich zum Beispiel meine, das sind die Menschen, die junge Menschen zu ueberzeugen versuchen, es doch mit etwas sinnvollem zu versuchen. Wie waere es zum Beispiel mit einem Ingeneursstudium (statt Soziologie in Berlin-Dahlem, Philosophie in Freiburg, oder International Relations in St Andrews oder Toronto, zum Beispiel)? Julia Kimmerle denkt ueber ein paar verwegene Wege nach, ein solches jungen Maedels naeher zu bringen. Oder wie waere es gleich mit einer Business School, schliesslich enden die meisten Germanisten, Kunsthistoriker und so weiter am Ende doch in der Privatwirtschaft? Zwar gibt es notfalls noch den MBA, aber warum nicht gleich so? (hier stelle ich fest, dass der Artikel, den ich als naechstes zitieren werde, von dem selben Kerl geschrieben ist, wie der in meinem letzten Blogeintrag. I guess I have a new favourite columnist)

Also, Jeff Randall schwingt den ganz grossen Hammer, und bricht mal mit ein paar Vorurteilen. Warum im Geschichtsstudium von grossen Maennern und ihren Kriegen lesen, wenn man auch selber Krieg machen kann? Willkommen in der Wirtschaft.

“…at lunch this week someone said, “the trouble with business is that it’s boring”.
This is a complaint I’ve heard many times, over many years, from many different sources. In my early days at the BBC, a news editor explained to me that business didn’t get on television bulletins very often because, “it’s seen as just a bunch of boring men in suits, sitting behind desks”.
That noise you can hear is my Munch-like scream. Business is full of brilliant, eccentric, dynamic, flawed, creative, venal, visionary, devious, generous and crooked people. It’s drama. It’s greed. It’s lust. It’s envy. Boring, it ain’t. Business is the constituency of control-freaks, show-offs, workaholics, plotters, schemers, bullies, wimps, winners and losers. Some are obsessed about becoming super rich. Others couldn’t care less. Their drug is glory.
Business’s big hitters are much more intriguing than petty-minded, pathetic politicians, blowing hot air at Westminster; much more substantial than brain-dead, over-paid footballers, masquerading as celebrities.
More important still, business is about creating the wealth that underpins civil society. It pays for our teachers, doctors, nurses and carers. The next time David Cameron decides to get in touch with his feminine side by having a gratuitous pop at business, he would do well to remember this.
Commerce and finance are the engines of progress. They spawn enterprise and derring-do; they fund adventures, encourage risk and prompt invention. Yes, business is about money, but it’s money that makes the world go round.”

An dieser Stelle beginne ich mich zu sorgen, dass jeder, der meine Eintraege hier liest mich fuer einen Phillister und einen Spinner halten wird. Aber Gott sei Dank liest ausser uns selbt fast niemand diesen Blog.



Von falschen und echten Skandalen

Posted by Viktor at 9:47 pm
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Gerade musste ich an den wuetenden Kommentar Jeff Randalls im Telegraph von vor ein paar Wochen denken. Randall beschwert sich ueber die “grievance culture” in Britannien, und schreibt unter anderem:

“Many [grievances] seem nothing more than the complaints of those whose lives are less comfortable than they would like them to be. So prevalent has this grievance culture become that I’m beginning to feel left out. Having been educated at a grammar school and a Russell Group university, I used to enjoy a sense of privilege. I thought I was part of the lucky crowd. But hang on a minute, where did that positive thinking get me? Tapping away at a typewriter is no job for a grown man. If only I’d been sent to Eton and Balliol, who knows what I could have achieved? Gimme compensation.”

Ein wenig peinlich beruehrt war ich schon, denn wie oft habe ich nicht schon meine vielsprachig erzogenen, international geschulten Kommilitonen beneidet… Hoechste Zeit also, sich einmal all der Privilegien zu erinnern, die man geniesst. Und wahrscheinlich gibt es kein Thema, das dafuer besser geeignet waere, als die deutsche Hauptschule. Wie kam ich eigentlich je zu dem Schluss, in England seien die Ueberreste der Klassengesellschaft deutlicher sichtbar als in Deutschland? Da habe ich wohl das Offensichtliche uebersehen.

“Wenn [...] auf den Strassen Hauptschule ein Schimpfwort geworden ist, egal wie gut in mancher trotz alledem gearbeitet wird, dann wird in den Enklaven fuer Menschen mit kleinen und grossen Fehlern das Lernen [...] zu einem kaum noch zu leistenden Gewaltakt. Und wenn eine Schule erst mal als paedagogisches Lazarett angesehen wird, dann braucht es den paedagogischen Sisyphus, um noch eine positive Grundstimmung herzustellen, die Lernen nun mal braucht.”

Hinzu kommt, schreibt Reinhard Kahl in der ZEIT, dass die Chancen fuer niedrig Qualifizierte mittlerweile in Deutschland so duester sind, dass selbst erfolgreicht Hauptschulabsolventen praktisch ueberfluessig sind.

Vergesst die “Schere zwischen Arm und Reich”, raffgierige Manager und Heuschrecken, und all die anderen Gespenster. Das dreigliedrige Schulsystem ist ein Skandal, der ein wenig Aufmerksamkeit verdient haette. Selbst Singapur hat es juengst abgeschafft. Aber die Geschichte kann Stefan wohl besser erzaehlen.



Soon…

Posted by Stefan at 5:07 pm
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… geht’s mit der Gang wieder in’n Schnee, vom 24. 3. bis 31. 3. nach Nendaz in die Scheiz. Von daher während dieser Zeit auch nicht wirklich erreichbar… :-)



Brechreiz aus Schottland inklusive…

Posted by Stefan at 1:55 am
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… gibts beim großartigen Film “The Last King of Scotland”. Ob der Oscar nun gerechtfertigt war oder nicht kann ich nun wirklich nicht beurteilen. Ein toller Film bleibt es aber allemal…

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Spaß mit den Mützen

Posted by Stefan at 1:11 am
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DSL beauftragt: 01.03.2007
DSL freigeschaltet: 16.03.2007
–> Insgesamt 15 (!) Tage für das Schalten einer Leitung, auf der schon zwei Monate vorher eine DSL Leitung gelegen hat. Top Leistung. Two thumbs up, DT…



Irrwege (oder Irrpfade?) in SPIEGELs Irak

Posted by Viktor at 3:21 pm
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Zudem hatte US-Verteidigungsminister Robert Gates im Februar angekündigt, die US-Truppen vom “Schadenspfad” abzubringen, wenn die Truppenaufstockung nicht die gewünschten Erfolge bringe.

Ich bin ja ein grosser Fan davon, englische Begriffe in deutscher Uebersetzung zu verwenden. Aber aus “harm’s way” einen “Schadenspfad” zu machen, dazu gehoert schon etwas Mut :-)



Mehr aus der ZEIT

Posted by Viktor at 8:47 pm
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Es gibt Tage, an denen moechte ich am liebsten gegen die naechstbeste Wand rennen. Richtig mit Schwung.

Warum? Nun, die anderen sind schuld. Menschen wie Fritz Vorholz, der gerade in der ZEIT einen dermassenen bescheuerten Artikel geschrieben hat, dass mir echt die Worte fehlen.

“Sicher ist: Eine größere Herausforderung hatte die Menschheit noch nicht zu bestehen.”

schreibt Vorholz, und meint — den Klimaschutz. Den Klimaschutz! Kaum 60 Jahre sind vergangen seit Auschwitz und Hiroshima, die Kubakrise feiert dieses Jahr ihren 45., Pakistans schwunghafter Nuklear-Postversand ist kaum eingestellt. Eine japanische Sekte startet ihr eigenes chemisches Waffen-Programm, Wahnsinnige vernichten die Twin Towers in Manhattan und in Berlin-Kreuzberg und Ramallah wird’s mit Feuerwerk und Tanz gefeiert.

In den achtziger Jahren war Armageddon noch in aller Munde, gehoerte es zum guten Ton in westeuropaeischen Staedten, gegen das strategischen Kalkuel des “M.A.D.” (mutually assured destruction) zu demonstrieren. Die Atomarsenale jener Zeit bestehen heute immer noch, auch sind seither die Bauplaene im Internet verfuegbar, und anstatt stolzer Supermaechte sind es immer mehr Machtbesessene, Kranke und Fanatiker, die seither den Finger auf dem Knopf haben. Neben Nordkorea und Iran basteln zum Beispiel auch Aegypten und die Golfemirate schon an eigenen Atomprogrammen. Kaum ein spinnerter Diktator der Welt, der in seinen Traeumen nicht schon ebenso weit ist. Und dass sind noch gute Nachrichten — selbst ein verrueckter Herrscher hat schliesslich Angst um sein Land oder sein Leben. Aber was wuerde ein Atomsprengkopf in — zum Beispiel — den Haenden Al Kaidas bedeuten? Wie schreckt man Selbstmordtaeter ab?

Wer es genau besieht, muss zugeben: Die Welt heute sollte uns eigentlich groessere Sorgen bereiten als das Wetter in 2100. (Niemand traut der Wettervorhersage fuer naechste Woche. Aber die Klimaprojektion ueber 90 Jahre trifft auf weniger Widerstand).

Alldieweil Herr Vorholz sich Sorgen macht um den Schnee auf den Alpen, und ich mich vor Massenvernichtungswaffen fuerchte, sterben die ueblichen Millionen an Unterernaehrung oder AIDS.

“Jetzt kommen täglich Indizien aufs Tapet, dass die Zukunft bitter wird”

schreibt Vorholz — und meint, genau, Luftverschmutzung und andere solche Schrecklichkeiten. Wie kann es sein dass Sesselpupsern wie Vorholz wirklich ernst dabei ist? Ich weiss es nicht…

Ich bin gut ausgeschlafen, draussen ist schoenes Wetter, und ich bin mit dem huebschesten Maedel der Stadt verabredet. Aber mehr als Fritz Vorholz’ Artikel braucht es nicht, um mir das ganze Wochenende vollstaendig zu vermiesen. So ein halbgarer Unfug, da fehlen mir die passenden Worte. Darum bin ich jetzt auch still.



10 Jahre ist’s her…

Posted by Stefan at 11:59 pm
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Man mag es glauben oder nicht, aber es ist mitlerweile tatsächlich schon 10 Jahre her, dass “Switch” auf ProSieben den Fernseher bevölkert hat. Vermutlich hatten jene Programmverantwortlichen bei ProSieben angesichts des ganzen Schunds der momentan das TV dominiert ein Einsehen…

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50Cent beim “Volksfest der Volksmusik”

 

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Deutsche Welle Polen (”mit Übertragung in Farbe und buuuuuuuunt”)

 

natim11.jpg Unvergessen
anno 1997
natürlich die Parodie
von
Natalie Imbrugila’s Musikvideo “Torn”:
“Das Sofa kommt nach VORN” oder auch
“meine T***** sind hier VORN”

natim21.jpg Er wollte einfach nicht hören und tun was sie sagt (das Sofa nach VORN schieben)…

natim3.jpg … da bleibt ihr nur noch eine Wahl… ;)



Back Home

Posted by Stefan at 12:05 pm
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For all who haven’t noticed: I’m back home… ;)

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Funny remark: My first meal in Geramany was a rice dish, … as if I hadn’t had enough rice in Singapore these past two months… ;)



Visions of the Apocalypse

Posted by Viktor at 3:36 am
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Every time I feel bored, or when I am procrastinating, I end up on the English edition of the Israeli newspaper Ha’aretz. By that time, I will have checked my e-mail account many times over, including Facebook.com and all those other nasty distractions. I will have read all the news on all the German and American, and sometimes British and French, newspapers I could think of.
Im other words: I’ve run out of options. So I invariably land on haaretz.com, in just the last minute before I leave the computer and go to study (or not).

Why? It’s simple. I just need to make sure, before I turn off the computer, that in the meantime Tel Aviv hasn’t been hit by an Iranian nuclear warhead, whether it be placed on a missile or in the trunk of your average suicide bomber’s car.

While this habit is probably a little paranoid, another one might be less so. The recent issue of the New Statesman has stirred up yet another apocalyptic scenario in my imagination. Perhaps it’s a rather more likely one. Don’t miss “Iran – Ready to Attack” by Dan Plesch.

(while you’re at it, check out the companion pieces “Iran – This, Mr President, is how wars start” and “We are asking the wrong questions of Iran” from the same issue)