A Study in Incompetence (and a cause for hope, too)

Posted by Viktor at 8:47 pm
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After the poor performance of the Israel Defence Force in Lebanon last summer, the government appointed a committee to report on the conduct of the war. Part of the committee’s work has just been released. Whoever expected former judge Eliyahu Winograd, who was tasked with heading the committee, to be soft on those who appointed him, turned out to be mistaken. The report’s main findings read like a study in government incompetence:

a. The decision to respond with an immediate, intensive military strike was not based on a detailed, comprehensive and authorized military plan, based on careful study of the complex characteristics of the Lebanon arena. [...]

b. Consequently, in making the decision to go to war, the government did not consider the whole range of options [...] This failure reflects weakness in strategic thinking, which derives the response to the event from a more comprehensive and encompassing picture.

[...]

11. The primary responsibility for these serious failings rests with the Prime Minister, the minister of defense and the (outgoing) Chief of Staff. [...]

As to Prime Minister Olmert’s (of Kadima, and formerly a member of Likud) part in the war:

b. The Prime Minister made up his mind hastily, despite the fact that no detailed military plan was submitted to him and without asking for one. Also, his decision was made without close study of the complex features of the Lebanon front and of the military, political and diplomatic options available to Israel. He made his decision without systematic consultation with others, especially outside the IDF, despite not having experience in external-political and military affairs. [...]

e. All of these add up to a serious failure in exercising judgment, responsibility and prudence.

Defence Minister Peretz of the Socialist Party, a former labour union leader, fares even worse:

13. [...]
a. The Minister of Defense did not have knowledge or experience in military, political or governmental matters. He also did not have good knowledge of the basic principles of using military force to achieve political goals.

b. Despite these serious gaps, he made his decisions during this period without systemic consultations with experienced political and professional experts [...].

c. The Minister of Defense did not act within a strategic conception of the systems he oversaw. He did not ask for the IDF’s operational plans and did not examine them; he did not check the preparedness and fitness of IDF; and did not examine the fit between the goals set and the modes of action presented and authorized for achieving them. His influence on the decisions made was mainly pointillist and operational. [...]

d. The Minister of Defense did not develop an independent assessment of the implications of the complexity of the front for Israel’s proper response, the goals of the campaign, and the relations between military and diplomatic moves within it. His lack of experience and knowledge prevented him from challenging in a competent way both the IDF, over which he was in charge, and the Prime Minister.

e. [...] Therefore, his serving as Minister of Defense during the war impaired Israel’s ability to respond well to its challenges.

The only good thing to come out of the Lebanon War is this extensive scrutiny that Israel’s defence posture is now being subjected to. While the tortutous Israeli soul-searching after the campaign lost the country some points on the public relations front (as Nasrallah’s men spuriously declared victory), the current development is demonstrating the democratic capacity for self-criticism that will always give the country an edge over its despotic neighbours. Public scrutiny will spur the defence establisment to draw the right lessons from the inconclusive campaign in Lebanon, ensuring that the small country can hold its own in the future.



Ganz großes Tennis…

Posted by Stefan at 8:10 am
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powered by ODEOEdit: Ich habe mir sagen lassen, dass ich mal hier den Kontext erklären soll, in welchem ich folgendes Lied gepostet habe. Und auch wenn der eigentliche Grund, warum ich dies nicht schon früher gemacht habe, den Rahmen dieses Posts sprengen würde, hier eine kurze Erklärung.

Das gepostete Lied ist jenes Lied vom erstklassigen Trailer zum Film Sunshine von Danny Boyle, in welchem die Menschheit in einer letzten verzweifelten Mission Richtung Sonne fliegt, um das erloschene Sonnenfeuer wieder anzufachen. Erstklassiger Film mit toler Optik und interessanter Story, die aber auch nicht jedermanns Sache zu sein scheint.



Erinnerungen an 2003

Posted by Stefan at 10:31 pm
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Eine heimliche Widmung.

Was so ne neue Frisur alles bewirken kann. ;)

@ Viktor: Ich hoffe du siehst den Zusammenhang. Falls nicht check einfach mal deine eMail an mich vom 11. Februar 2003, 5:18pm. :D

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Neulich in der Schweiz…

Posted by Stefan at 12:46 am
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Nichtmal in der Schweiz ist man vor Trittenheimern sicher, findet man doch nichtsahnend auf der Autobahn Richtung Genfer See einen vor Lokalpatriotismus nur so strotzenden Mitbürger. ;) Was für ein Zufall…

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Edit: Jenes Bild stammt übrigens ausnahmsweise nicht von mir, sondern von einem gewissen T.S. aus S. ;)



Neulich auf my.ebs.de

Posted by Stefan at 7:01 pm
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Jetzt, wo ja bald das Nachzug-Gesetz geändert wird, scheinen es einige Austauschstudenten ja eilig zu haben… ;)

Edit: Auf Nachfrage hier die Erklärung: Gezeigt sind zwei Screenshots aus dem uni-internen post-it board im Intranet, wo von Studenten normalerweise Wohnungen, Bücher und sonstiges annonciert werden. Dass sich dort nun auch Tauschies (Austauschstudenten) schon fast zur Heirat anbieten, ist jedoch neu… ;) Vor allem die Formulierungen sind sehr abenteuerlich, …, klingt es doch fast so, als hätte es jene Person mit dem Heiraten derart eilig, dass nicht mal mehr Zeit für ne anständige Anzeige blieb.

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Vorbilder 2

Posted by Viktor at 10:44 pm
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Heldenzeit auf Bloredom.de — Tobias Kaufmann ist mein Lieblingsautor in deutschen Zeitungen. Und der einzige, der mir gute Laune macht. Mal erzaehlt er wunderbar im Koelnischen Stadtanzeiger vom Erwachsenwerden, mal kommentiert er abgeklaert deutsche Sozial- oder Aussenpolitik fuer Die Achse des Guten (www.achgut.de). Immer nachdenklich und gemaessigt, aber dabei hellwach, kritisch und prinzipienfest.

Sein SPIEGEL-Artikel “Macht Liebe!” sagt alles, was ich mir ueber Familie und Kinder sagen lassen moechte.

Eine Errungenschaft der freien Welt ist, dass Frauen wie Männer die Möglichkeit haben, sich der “Zeugungspflicht” zu entziehen, egal warum. Weder moralische Zeigefinger noch Geschenke und Geschlechterdebatten sollen oder können das ändern. Trotzdem braucht eine Gesellschaft, die vital sein möchte, eine Mindestzahl von Menschen, die sich für Kinder entscheiden. Dass diese Zahl derzeit nicht erreicht wird, liegt nicht an falschen Männer- oder Frauenrollenbildern. Schuld ist unser Kinderbild.

Niemand sehnt sich danach, ein Produkt im Haus zu haben, das ein vollkommen mieses Image hat. Warum sollte das ausgerechnet bei etwas so grundlegendem wie Kindern anders sein? Doch gerade dieses Produkt hätte es verdient, dass man endlich mal positiv über es debattiert, statt darüber, wie man all das Negative abfangen kann, was mit ihm verbunden ist.

Für meine Entscheidung, Kinder in die Welt zu setzen, möchte ich weder einen Orden noch Geld. Meine Töchter sind Belohnung genug, obwohl sie die Nebenwirkung haben, dass ich manchmal nachts wach liege vor lauter Existenzangst. Wer erleben will, wie wunderbar es ist, demütig zu sein, unindividuell, verletzlich, der muss Kinder haben. Sie sind das Beste, was einem Menschen passieren kann. So wie das kleine Mädchen, das mich anstrahlt, mich in den Arm nimmt und “Mein Papi” sagt, wenn ich nach Hause komme. Die abgeklärten Kinderlosen mögen das kitschig finden, aber richtig ist es doch: Nicht Geld fehlt in diesem Land, sondern Liebe.

Und hier geht es dann etwas schaerfer zur Sache: Tobias Kaufmann schreibt ueber Krieg und Frieden; und ueber Strafsteuern und den Klimawandel.

Und ueber den Islam, “9/11, Gott und de[n] Papst”

Und ueber das Versagen (und Guenther Jauch und “Day of the Tentacle”).

Und ueberhaupt.



Schlagzeile des Tages

Posted by Stefan at 4:58 pm
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“Türkische Polizei hätte beinahe ausgesetztes Baby gesprengt”

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,475159,00.html



Schmollende Schlittschuhe

Posted by Viktor at 5:00 am
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Heute sind meine Schlittschuhe traurig. Denn es war das letzte mal, dass ich mit ihnen ausgegangen bin hier in Toronto. Es ist der erste April, und die auch die letzte Eislaufbahn hatte heute ihren letzten Tag (nachdem die meisten schon im Februar schlossen).

Von heute an also werden sie in der Zimmerecke herumstehen, schmollen, und mir heimlich Vorwuerfe machen. Habe ich nicht genug Zeit mit ihnen verbracht seit jenem Wintertag, als ich sie zum ersten mal sah, und mich sofort fuer sie entschied (im Canadian Tyre on Bay Street)? War ich ihnen etwa untreu (vielleicht als ich schwimmen ging, statt auf dem Eis zu laufen)? Schlittschuhe koennen sehr anstrengend sein, sie machen einem wortlos Vorwuerfe. Ein bisschen wie ein Haustier, das man vernachlaessigt hat.

Damit ist also der kanadischste Teil meines Auslandsjahrs abgeschlossen. Kein Schnee mehr, und kein Eis mehr. Die schwarzen Hoernchen sind aus ihrem Winterschlaf erwacht, mit haarlosen Flecken im Nacken und gerupften Schwaenzen nach langer Zeit der Entbehrung. Ein neues Jahr, doch fuer mich ist es allmaehlich an der Zeit, in die alte Welt zurueckzukehren. VB